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WERDER BREMEN – KURIOSES
werder bremen logo Die Hansestadt Bremen ist ein Ort, an dem man viel erleben kann – in vielerlei Hinsicht. Und wie sollte es da anders sein, als dass die Bremer "Hausmannschaft" - Werder Bremen - auch immer mal wieder für kleinere oder größere, vereinsinterne oder allgemein interessierende Schlagzeilen sorgt.

Zu den eindrucksvollsten Spielen – vielleicht nicht in spielerischer, aber doch an Anekdotenträchtigkeit gehört wohl das Spiel, das im November 1975 zwischen Werder Bremen und Hannover 96 ausgetragen wurde. Dass hier ein Null zu Null als Endergebnis eingetragen wurde, mag vielleicht daran liegen, dass Schiedsrichter Ahlenfelder angetrunken war und – sicherlich aus keinem anderen Grund – die erste Halbzeit schon nach einer äußerst knappen halben Stunde abpfiff. Auch Beleidigungen gegenüber Spielern während des Spiels sollen auf sein Konto gehen. Nach dem Grund seines unangemessenen Verhaltens befragt, soll Ahlenfelder gesagt haben: "Ein Bier und ein Malteser zum Mittagessen, das wird doch wohl erlaubt sein!". Erklärender Zusatz: "Wir sind Männer und trinken keine Fanta!". Die Episode hat alkoholhaltige Früchte getragen, so könnte man konstatieren – denn noch heute bekommt man in der Vereinskneipe der Bremer auf Wunsch einen so genannten "Ahlenfelder" ausgeschenkt: ein Bier und einen Aquavit!

Eine gesunde (?) Einstellung zum Feiern kann man den Bremern auch in sonstigen Fällen bescheinigen. Und so dauerte die Feier zur Bundesliga-Meisterschaft (es war die zweite Meisterschaft in dieser Klasse, die es jemals gegeben hatte), zwei Tage und zwei Nächte lang. Aufgrund verschiedener Konstellationen wusste man schon am Spieltag vor dem offiziellen Ende der Spielsaison, dass Werder Meister werden würde und absolvierte den besagten letzten Tag nur noch "formell". Ein letzter 3:2 Sieg wurde dennoch in Nürnberg "eingefahren" – und dann ging es los mit der Party ... Leider hatte man wohl beim Feiern nicht allzu sehr daran gedacht, dass für den nächsten Tag noch ein kleines Spielchen in Lichtenfels geplant gewesen war – gegen den FC Schweinfurt. Ob die Feier es wohl wert gewesen war, dass man in allerkürzester Folge Spieler austauschen musste – vielleicht, um diese vor dem Umkippen auf dem Feld zu bewahren ...?

Lust auf mehr Geschichten aus Bremen? Eine haben wir noch! Mitte August 1981 vollführte Spieler Norbert Siegmann ein grobes Foul an Ewald Lienen. Die Folge: Der verletzte Lienen belegte Otto Rehhagel mit dem Vorwurf der Anstiftung zur Körperverletzung. Rehhagel ließ es nicht darauf ankommen, die "Rache" ungeschützt abzuwarten. Als im Januar des folgenden Jahres das Rückspiel fällig war, legte er eine kugelsichere Weste an und brachte sich einen ausreichenden Polizeischutz mit. Passiert ist glücklicherweise nichts mehr ...


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